Drehbuch für den Worst Case

Abgas-Skandale, Rückrufe, Glyphosat: Kaum ein Tag ohne Krisen-Headline. Die wenigsten Unternehmen sind vorbereitet, wenn sie selbst ins Rampenlicht geraten.

Das A und O ist eine präventive Krisen-Kommunikation.

Wer kennt die Situation nicht? Plötzlich auftretende Zahnschmerzen, der unausweichliche Gang zum Arzt, den man die Jahre zuvor gemieden hat, wie der Teufel das Weihwasser. Die Akutbehandlung folgt prompt. Leider viel massiver, als mit regelmäßiger Vorsorge nötig gewesen wäre. Diesen Vergleich stelle ich gern vorab, wenn ich die Notwendigkeit einer professionellen präventiven Krisenkommunikation in Unternehmen erläutere. Als Juristin und Kommunikationsberaterin habe ich Unternehmen erfolgreich durch Krisen geführt und einen Ratgeber für Krisenkommunikation entwickelt, der die Betonung auf “Prävention” legt.

 

 

Klar wissen wir, wie wichtig Vorsorge ist. Regelmäßige Kontrollen sind Voraussetzung für das frühzeitige Erkennen von Problemen aller Art. Gibt es Handlungsbedarf, bleibt in der Regel Zeit, mögliche Vorgehensweisen zu durchdenken. Der Problemfall wird dank Vorsorge handhabbarer. Dieser Grundsatz gilt ganz besonders auch für Unternehmenskrisen und deren Kommunikation. Das Thema ist also weniger akute Krisenkommunikation, sondern vielmehr präventive Krisenkommunikation. Präventionsmaßnahmen zum Verhalten in Unternehmenskrisen erlangen laut Dr. Annika Schach, Verwaltungsprofessorin für Angewandte Public Relations an der Hochschule Hannover, in der Praxis der Unternehmenskommunikation eine immer höhere Bedeutung. Denn: Tritt ein akuter Krisenfall ein, rächen sich Versäumnisse in der Prävention sofort. Die negativen Auswirkungen spüren die betroffenen Unternehmen unmittelbar.

Doch gerade der Mittelstand ist hierzulande auf Krisensituationen häufig nicht ausreichend vorbereit, so das Ergebnis einer Studie der DJM Communication GmbH und der TREU ASS Assekuranzmakler GmbH aus dem Jahr 2014. Dabei zeigt die Auswertung auch, dass 83 Prozent der befragten Unternehmen präventive Maßnahmen als ein wichtiges oder sehr wichtiges Handlungsfeld in der Krisenkommunikation bewerten. Sie teilen also die eingangs beschriebene Erkenntnis: "Klar wissen wir, wie wichtig Vorsorge ist." Dennoch gibt es an dieser Stelle zwei gängige Szenarien: Entweder tut man nichts, außer hoffen, dass dem eigenen Unternehmen keine Krise widerfährt. Oder man nutzt die Chance, vorbereitet zu sein, und geht das Thema präventive Krisenkommunikation bewusst an.

 

Den kompletten Beitrag lesen Sie hier: Markant Handelsmagazin 04/2016 mit freundlicher Unterstützung von www.medialog.de.

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Jana Meissner

Die Juristin Jana Meißner ist Kommunikationsberaterin, Trainerin und Inhaberin von Meissner Communications. Die Kommunikationsberatung ist auf die Beratungsfelder Krisenkommunikation und Issues-Management, strategische und prozessoptimierte Kommunikation sowie die Restrukturierung von Pressestellen spezialisiert.

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