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Zukunfts-Technologie: Virtual Reality Jana Meißner Zukunfts-Technologie: Virtual Reality

Ob Spieleindustrie, E-Commerce oder Kommunikationsbranche - an der Zukunftstechnologie Virtual Reality kommt keiner vorbei

Auf der Gamescom in Köln werden jedes Jahr die Neuheiten aus der Welt der Unterhaltungselektronik vorgestellt. Konsolen, Spiele und Zubehör zogen auf der diesjährigen Messe 345.000 Besucher aus 97 Ländern in ihren Bann. Trend-Thema 2016: die Virtual-Reality-Brille. Virtual Reality - kurz VR – begeistert die Spieler-Szene weltweit. Und nicht nur die. Auch der E-Commerce sieht in der Zukunftstechnologie seine große Chance. Stellt sich die Frage, was die Kommunikationsbranche aus der Virtual Reality machen wird. Faszination VR - ich bin ihr auf der Gamescom begegnet.

 

Überall auf der Gamescom Spieler mit schwarzen Brillen und kleinen Handcontrollern. Spieler, die boxen, Schwerter schwingen oder irgendetwas bewegen. Ein ungewohntes Bild, denn ich - Besucherin der Gamescom - bin nicht Teil ihrer Welt, ihrer virtuellen Welt. Ich kann die Szenen, die sich hinter den VR-Brillen abspielen, nicht sehen. Sie sind allein für den Spieler mit VR-Brille sichtbar. Sobald die Gamer ihre Headsets aufsetzen, werden sie in eine künstliche 3D-Welt gezogen. Das Spiel erscheint dem Nutzer so reell, dass mancher die Realität vollkommen ausblendet. Der Spieler ist inmitten einer virtuellen Realität. Greift er nach Gegenständen, möchte er sitzen oder sich bewegen, kann es im wahren Leben passieren, dass der Gamer schwankt, umkippt oder sich auf dem Boden wiederfindet. Es gilt: Je besser die Auflösung des Spiels, desto mehr Spaß-Faktor. Teil des Spiels zu sein, ist unglaublich.

2016: Die großen Player steigen in den Markt ein

Dabei gab es die ersten VR-Brillen schon vor fünf Jahren. Doch erst seit diesem Jahr bringen die großen Hersteller verschiedene Modelle auf den Markt. Mit dem Einstieg der großen Player steigt das Interesse potentieller Käufer an den neuen Geräten. Mit dabei sind Samsung, HTC und Sony. Der japanische Unterhaltungskonzern sieht dem Start in Deutschland positiv entgegen und kündigt seine sogenannte Playstation VR für Mitte Oktober 2016 an. Ein günstiger Zeitpunkt vor dem Weihnachtsgeschäft. Der Kostenfaktor soll laut Sony unter denen der Mitbewerber bei etwa 399 Euro liegen. Wie schnell sich der Trend in den deutschen Wohnzimmern durchsetzen wird, wird sich zeigen.

Großes Potential im E-Commerce

Die Gaming-Szene und die Sex-Industrie sind sicherlich Vorreiter der Zukunftstechnologie VR. Doch auch schon heute erreicht Virtual Reality einige Alltagswelten. Der Outdoor-Ausrüster The North Face zum Beispiel nimmt VR-Nutzer mit auf eine Nepal-Reise. Adidas und Zalando testen virtuelle Umkleidekabinen. Das VR-Thema wird auch im Möbelhandel überaus heiß diskutiert. Ikea entwickelte die App Ikea VR Experience. Seit April bewegen sich Kunden durch virtuelle, maßgeschneiderte Küchen-Räume. Sie öffnen Schränke und Schubladen oder schauen sich ihre Küche aus der Kinderperspektive an. Erste Online-Shops bieten den virtuellen Store. Hier bewegt sich der Kunde wie im stationären Handel durch den Laden und durchstöbert Waren, statt Produktkataloge durchzuklicken. Auch Amazon soll laut internetworld.de vom 9. März 2016 am Aufbau einer Virtual-Reality-Plattform arbeiten. VR stillt das Verlangen der Online-Kunden, probieren zu können, was sie kaufen möchten. Dank emotionalem und physischem Erlebnis hat die neue Technologie großes Potential im E-Commerce.

 

Virtual Reality und die Kommunikationsbranche

Und was wird die Kommunikationsbranche aus und mit der Zukunftstechnologie Virtual Reality machen? Will sie abwarten, ob VR nur ein kurzfristiger Trend ist? Das wäre aus meiner Sicht fatal. Der facebook-Gründer Mark Zuckerberg sprach im Februar 2016 im Interview mit Mathias Döpfner von der Zeitung Die Welt über sein Lieblingsthema Virtual Reality. Zuckerberg wette darauf, dass VR eine wichtige Technologie werde. Doch es werde rund zehn Jahre dauern, bis das „Ökosystem VR“ aufgebaut sei. Schließlich habe es auch zehn Jahre gebraucht, bis die Entwicklung des ersten Smartphones den Massenmarkt erreicht habe. Auch Ikea prognostiziert in einer Pressemeldung vom 4. April 2016 ein schnelles Wachstum. In der Zukunft der Ikea-Kunden werden VR eine Schlüsselrolle einnehmen. In fünf bis zehn Jahren sei VR ein integrierter Teil der Lebenswelten. So gilt es, die Virtual Reality auch in den Alltag unserer Kommunikation zu integrieren. Die Kommunikationsbranche sollte diesen großen Trend nicht verschlafen!

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Stefanie Heinrichs

Diplom Journalistin Stefanie Heinrichs ist Social Media Redakteurin beim Katholischen Medienhaus in Bonn. Zuvor arbeitete sie unter anderem als PR-Referentin in der Unternehmenskommunikation der Warsteiner Gruppe. Heinrichs hat sich auf die Themen Social Media, Krisenkommunikation im Netz und Zukunfts-Technologien spezialisiert.

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