SNAPCHAT: Kapiert Generation X eh nicht!

Ständig neue Hype-Netzwerke, ständig neue Messenger-Apps, ständig neue Kommunikationskanäle: Die Digitalisierung fordert uns heraus. Insbesondere diejenigen unter uns, die jenseits der magischen Altersgrenze von 40 und damit keine Digital Natives sind. „Snapchat kapierst du eh nicht. Musst du auch nicht - ist für Teenies“, sagt die Generation On zur Generation X. Stimmt das? Was ist Snapchat eigentlich? Können wir Snapchat & Co links liegen lassen oder müssen wir die neuen Technologien beherrschen und in unsere Kommunikationsstrategie einbinden? Wir, Ass. iur. Jana Meißner und Diplom-Journalistin Stefanie Heinrichs, sind diesen Fragen im Rahmen eines Lunch-Trainings am 30. September 2016 in Bönen auf den Grund gegangen.  

Was den Teilnehmern zu Snapchat einfallen würde, wollten wir wissen und haben von „Kenne ich nicht“ über „Habe ich schon mal gehört“ bis hin zu „Das brauchen wir unbedingt“ alles gehört. Fakt ist: Snapchat steht vor Instagram, Facebook und Whatsapp, wenn es darum geht, wie viele Fotos alle 30 Sekunden verschickt werden. Der Social-Media-Kanal hat eine enorme Relevanz in der Generation Z, geboren zwischen 1995 und 2010. Wir sprechen von 9.000 Snaps pro Sekunde und 100 Millionen Nutzern täglich weltweit. Und Snapchat wächst weiter. Die Kombination aus Messenger und sozialem Netzwerk hat Twitter in den USA und auch in Deutschland bereits den Rang abgelaufen und kratzt an der Markposition von Facebook und Instagram. Die Stories aus Video- und Fotoschnipseln kommen bei der Zielgruppe gut an. Und damit das Videofilmen noch leichter von statten geht, hat Snapchat jetzt eine Sonnenbrille namens Spectacles entwickelt. Mit ihr können User zehn Sekunden lange Videos aufnehmen, sobald sie die Seite der Brille antippen. Die Clips werden per Bluetooth aufs Smartphone übertragen.  

Der Erfolg von Snapchat animiert auch einige deutsche Firmen, den Kanal zu bespielen. Darunter die Rewe. Die Einzelhandelsgesellschaft nutzt Snapchat seit dem Frühjahr 2016 in der Arbeitgeberkommunikation. Zielgruppe: Auszubildende. Bisher konnten Bewerber die Rewe über die klassischen Wege, wie Telefon und Email, kontaktieren. Dann folgten Facebook und Whatsapp. „Auf Snapchat können wir nun noch authentischer mit der Zielgruppe kommunizieren“, sagte Rewe im Interview mit dem Digital Commerce Magazin e-tailment vom 17. März 2016. Recht hat das Unternehmen. Für all jene, die dort sein wollen, wo sich ihre junge Zielgruppe aufhält, ist Snapchat definitiv ein relevanter Kanal.

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Jana Meissner

Die Juristin Jana Meißner ist Kommunikationsberaterin, Trainerin und Inhaberin von Meissner Communications. Die Kommunikationsberatung ist auf die Beratungsfelder Krisenkommunikation und Issues-Management, strategische und prozessoptimierte Kommunikation sowie die Restrukturierung von Pressestellen spezialisiert.

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